Ostsee Tag 7: Clownstonne und Regen

Aeroskobing – Marstall – Bagenkop
Datum: 30. April 2015
[Etmal: 20 sm]

Noch einmal suchen wir die Regenwaldduschen auf, holen frische Brötchen und frühstücken zusammen. Das Wetter ist gut, nicht kalt in der Sonne, es ist blauer Himmel. Die Fahrschulschiffe sind im Handelshafen unterwegs und stampfen fleißig  in die Vorspring ein, um das Ab- und Anlegen mit den angehenden Skippern zu perfektionieren.

Mittags fahren wir los. Kurs 25 Grad auf den Tonnenstrich nach Marstall. Leider ist der Wind überwiegend gegenan, so muss der Jockel herhalten und seinen Dienst verrichten.

14:45 Uhr, wir sind auf „Meyers Grund“ und schnippeln die Tonnenstriche. Die Kartentiefe ist ausreichend und wir hängen unter Fock sauber unsere Mitracer ab.

Später Tanken in Marstall. Das ist total praktisch, direkt am Fahrwasser. Danach fahren wir ab Ansteuerungstonne Marstall, lieb „Clownstonne genannt“, direkt Kurs Bagenkop. Der Wind ist direkt von vorn. Kein Kreuzen, Zeit sparen. Ein Gewitter nimmt Fühlung mit uns auf…

17:30 Uhr machen wir in Bagenkop fest. Ein lässiges Anlegemanöver. Um 18:00 regnet es. Wir sind trocken im Schiff und kochen.

Ostsee Tag 6: Hafentag

Aeroskobing
Datum: 29. April 2015
[Etmal: 0 sm]

Heute ist Hafentag. Die Crew schöpft neue Energie. Leider muss Irene uns vorzeitig verlassen, aber die Grippeviren haben ihr keine Wahl gelassen. Ernst gesundet derzeit in der Koje. Nicole und ich gehen durch den Ort, trinken auf dem Kirchplatz einen Kaffee und machen Essen klar. Sehr die Photos: die Dänen haben Spiegel an den Fenstern, um einfacher die Straße zu beobachten.

Heute halte ich mich noch an weitere praktische Sachen: Nähen. Die Segelpersenning ist vorgestern am Reißverschluss gerissen. Ich suche das Segelmacherwerkzeug, nutze das schöne Wetter und repariere den Verschluss. Ich werde kein guter Chirurg. Meine Narben sehen schrecklich aus! Aber es soll wohl halten.

Und die Fähre kommt, und fährt wieder, und kommt wieder, und fährt wieder… es ist recht entspannend hier.

Ostsee Tag 5: In die Sonne fahren!

Svendborg – Aeroskobing
Datum: 28. April 2015
[Etmal: 25 sm]

Heute nutzen wir die Sonne aus!

Es geht um 13:30 Uhr von Svendborg in einem großen Bogen im Uhrzeigersinn um Tasinge herum durch zum Teil enge und flache Tonnenstriche. Bis Rudkobing fahren wir unter Genua und an den engen Engstellen haben wir zur Sicherheit den Motor auf Standby.

17:00 Uhr. Wir lassen Rudkobing backbord liegen, bergen die Genua und motoren den Tonnenstrich bis wir zwischen Birkholm und Store Egholm um 18:00 Uhr ins freie Wasser gelangen. Es fängt an kühler zu werden. Die Sonne verzieht sich hinter Wolken und der Wind frischt auf 4 Windstärken auf. Es ist kalter Wind und unsere Jacken und Kaputzen werden fester geschnürt und die Handschuhe angezogen.

Wir fahren wieder zur Ansteuerungstonne von Aeroskobing Richtung Regenwalddusche und legen um 19:00 Uhr an derselben Stelle wie vorgestern an. Der Unterschied: Heute hat die Dorfkneipe auf, aber nur bis 22 Uhr, denn die Fischer müssen morgen um 5:00 Uhr raus.

Jetzt ist es 00:56 Uhr. Letzter Tageseintrag: Der Wind pfeift uns jetzt um die Ohren. Alle Fallen sind abgeschlagen. Hoffen wir, dass wir eine ruhige Nacht haben werden.

Gute Nacht!

Ostsee Tag 4: Sonne tanken

Aeroskobing – Svendborg
Datum: 27.04.2015
[Etmal: 10 sm]

Crew ist krank. Nun sind alle erkältet. Das Wetter fordert seinen Tribut. Ein Grund etwas zu pausieren und die Sonne zu genießen. Dazu frühstücken wir erst einmal ausgiebig an Deck.

Während Ernst und Irene ins Dorfzentrum gehen, sonnt Nicole sich am Steg und ich vertreibe meine Zeit auf dem Boot. 13:45 Uhr geht es dann Richtung Svendborg. Korrektes Kaffeesegeln bei 3-4 Bft und 6-7 kn Fahrt über Grund. Es kommt uns durch den Sinn, das das Wetter die ganze Zeit so sein dürfte.

Wir fahren kurz vor Svendborg unter der Svendborgsundbroen Brücke hindurch in den Handelshafen mitten in der Stadt, essen zusammen Essen auf dem Boot und gehen uns ein wenig die Stadt ansehen. Der Abschluss des Abends besteht aus einem Bier in dänischer Kneipenatmosphäre und einem guten Spiel Carambolage Billard. Um 2:00 werden die Pforten geschlossen. Die letzten Gäste verlassen mehr oder weniger leicht alkoholisiert das Lokal.

Ostsee Tag 3: Schweinswale ahoi!

Sonderborg – Aeroskobing
Datum: 26.04.2015
[Etmal: 46 sm]

Zackig. Wir duschen und machen uns fertig. Um 10 Uhr möchten wir durch die Klappbrücke fahren. wir setzen die Nationale auf Halbmast und zeigen damit Passierwunsch an.

Ruckzuck ist der Brückenwärter dabei und zeigt uns über ein Display als nächste Öffnungszeit 10:00 Uhr. Hat ja gut geklappt.

Es ist rattenkalt! Einer steuert auf dem Sund. Die anderen früstücken im Salon. Danach wird regelmässig getauscht. Diese Kälte hält man kaum länger als eine halbe Stunde aus.

Mittags sind wir am Ende des Sunds angekommen und setzen die Segel… Im 2. Reff. Wir haben mal wieder 4-5 Bft aus Nord. Es regnet in einem fort! Kaputze, Regensachen, Gummistiefel, Handschuhe. Aber: gleichmäßiger Wind, keine Welle. Da läßt sich super segeln.

Mit 6-7 Knoten zischen wir durchs Wasser. Wir kommen so gut voran, dass wir entscheiden, statt nach Lybø nun nach Aeroskobing weiter zu fahren. Der Grund ist einfach: dort gibt es heißes Wasser aus Regenwaldduschen! Und begleitet werden wir auch noch: uns begleitet eine Stunde lang eine Schweinswalfamilie und ab und zu taucht einer aus, um nach Luft zu schnappen.

Um 18:00 Uhr kommen wir, wie geplant, an. Der Himmel reißt auf, die Wolken weichen Himmelsblau und wir werden nach der Kälte und dem Regen mit einem grandiosen Sonnenuntergang belohnt! Wir sitzen auf der Kaimauer und schauen aufs Meer.

Ostsee Tag 2: Kratzen am Baum

Laboe – Sonderborg
Datum: 25. April 2015
[Etmal: 35 sm]

Nach ausgiebiger Dusche und einem tollen Frühstück führen wir die wesentlichen Bootschecks durch und haben um 10:00 Uhr die Leinen los und Segel gesetzt, Kurs Sonderborg, 340 Grad. Frieda, unsere elektronische Steuerfrau unterstützt uns dabei, den Kurs zu halten(siehe Galerie).

Mit 3-4 Bfd und ca. 6 Kn Fahrt passieren wir bis 14:00 Uhr die Gefahrentonne Stollergrund-N und das Militärsperrgebiet. Dann schläft der Wind etwas ein und wir fahren mit 3-4 kn weiter, bis Regen und Wind einsetzen.

Das muss besser werden! Ernst kratzt am Baum. Ja, so macht man das, wenn man den Wassergott Rasmus becircen möchte. Bis jetzt kam bei ihm immer zuviel Wind. Diesmal bittet Ernst den Wassergott, uns nicht mehr als 7 kn Fahrt zu senden.

Die Bitte wird nicht erhört, wir haben wohl wieder was falsch gemacht. Wind und Wetter verschlimmern sich. Wir müssen ins 2. Reff und liegen bis zum Ziel „auf der Backe“. Das bei Kälte und Regen!!!

Wir fahren in den Stadthafen am Sonderborg Quai und liegen direkt vor dem Restaurant. Leider war das perfekte Anlegemannöver vergebens, denn es gab an den Elektranten kein Strom. So mussten wir noch einmal verholen und lagen um 19:00 endlich fest.

Wettervorhersage Sonntag: Regen, W 5-10 kn, abnehmend. Montag: Drehende Wind, Regen Dienstag, Mittwoch Starkwind bis Sturm.

Daher unser Plan: Sonntag Kanal nordwärts bis Helnaes oder Aero, Montag weiter bis Svendborg. Danach Mittwoch und Donnerstag Regen und Sturm abwarten, weiter nach Bagenkop oder Marstall, dann am Freitag nach Kiel Chrissi und Philipp einsammeln.

Ostsee Tag 1: Auf nach Dänemark

Crew: Irene, Nicole, Ernst
Skipper: Knut


Tag 1: Ankommen in Laboe
Datum: 24.04.2015

Heute ging es von Bielefeld nach Hamburg. Zum Sonnenuntergang passend am Wasser. Die Novomind ist fertig zum Entern. Kojen werden verteilt und dann geht’s morgen auf Richtung Flensburg.

Arancha, eine ganz liebe Segelfreundin, war die letzte Woche auf Chaka V der ADAC Yachtschule mit Skipper Udo. Sie meinte es war „DIE Woche“. Das Wetter wird leider diese Woche etwas schlechter. Aber wir denken positiv und flüchten vor dem Regen.

Heute genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen! Es nebelt bereits…

Die Saison 2015 geht los

Datum: 21. April 2015
Wendtorf / Laboe

Die Saison fängt an. „Novomind“ ist gewassert, technisch ok, geputzt und fertig für die Törns in diesem Jahr. So geht es an dieser Stelle weiter mit spannenden und lustigen Törnberichten. Schaut einfach rein!

Unten die Novomind sowie „Dive Vader“, der Taucher, der schon direkt am Saisonanfang die erste Brille bergen durfte.

Danke, Dirk. Man findet ihn beim Hafenmeister in Laboe. Euer Knut